Mit der Wahrscheinlichkeit gesehen zu werden: Sammlung Konrad Fischer von Konzeptkunst im MACBA
26. Jul 2010 von berlinblogger
Als der Künstler Konrad Lueg (Düsseldorf 1939-1996) entschieden hat seinen Nachnamen Fischer wieder zu benutzen und einen Ausstellungsraum in seiner Geburtstadt zu eröffnen, hat er vielleicht tief im Inneren daran geglaubt, dass er einer der wichtigsten Kuratoren und Sammler der zeitgenössischen Kunst werden würde.

Er glaubte fest an Risiken und Subversion und beschloss seinen neuen Raum, der nicht größer als 13m2 war mit dem Werk Carl Andrés im Jahr 67 zu eröffnen. Das Werk bestand aus mehreren Stahlplatten, die unmöglich von einem Kontinent in das andere transportiert werden könnten, und so war Fischer der erste, der etwas Neues im Kunstfeld markiert: die Möglichkeit ein Duplikat herzustellen. Schliesslich und mit dir nötigen Strenge, konnte das Werk Andres reproduziert werden, und eröffnete so neue Möglichkeiten im Kunstfeld und seine Formen der Zirkulierung.
Mit dem Erfolg dieser ersten Ausstellung und einem guten Programm konnte sich die Galerie in kürzester Zeit als wichtiger Raum für neue Tendenzen in der Kunst etablieren, in dem fast 2 Jahrzehnte lang die meisten und bestverkauftesten Ausstellungen Konzeptkunst stattgefunden haben.
Und so wurde in den 90ern die Galerie Konrad Fischer einer Kuratorrolle zugeschrieben, unter anderem in sehr wichtigen Ausstellungen wie beispielsweise in der Dokumenta 5 in Kassel.,
Sein visionärer Geist hat dazu geführt, dass Künstler wie Dan Flavin, Mario Merz und Jan Dibbets bei ihm ausstellten, oder sein Drang zum Archivieren konservierte Werke wie Los Encuentros de Pamplona (1977), Postkarten und Briefe, die er von renommierten Künstlern erhielt, werden wichtige Pfeiler der Ausstellung im MACBA sein, in der mehr als 300 Kunstwerke gezeigt werden, und die bis zum 12. Oktober anläuft. Ein Must-see für alle Konzeptkunst-Fans, und für eine angenehme Unterkunft, ist das Beste Appartments in Barcelona zu mieten.






