Impressionismus in Paris: die Kunst des Lichtes
11. Jan 2010 von berlinblogger
Wie fast alle Künstlerbewegungen entstand der Impressionismus, um sich gegen etwas zu widersetzen. Er wurde während des zweiten französischen Reiches unter der Herrschaft von Napoleon III zusammen mit den klassischen Erkennungsmerkmalen der Kunstwissenschaften geboren. Was die impressionistischen Künstler wie Manet, Monet oder Renoir dazu animierte die berühmtesten weltbekannten Kunstwerke zu kreieren, war nichts anderes als ein ablehnendes Verhalten gegenüber den Vorschriften der Königlichen Akademie für Malerei und Skulptur. Sie waren der historischen Szenen, der traditionellen Zeichnungen und Malereien und der visuellen Starrheit satt und begaben sich somit auf der Suche nach neuen möglichen Wahrnehmungen. Zu den wichtigsten Veränderungen, die den Impressionismus stark beeinflussten, zählt die Erfindung der Fotografie, der Beginn der Ölmalerei und der japanische Einfluss.

Die Franzosen wollten dem strengen Akademismus ein Ende setzen und gingen zur modernen Kunst über (Aktmalerei im Freien). „Impression, Sonnenaufgang“ (1872) von Claude Monet stellt eine Hafenlandschaft dar, die der Bewegung ihren Namen verlieh. Der damalige Kritiker Louis Leroy definierte dieses Werk damals in der Zeitung „Le Charivari“ als impressionistisch. Bevor Monet dieses Meisterwerk kreierte war die Gesellschaft sehr unzufrieden mit der damals aktuellen Kunst. In dieser Epoche sorgte zudem die Kunsttechnik und das Thema in „Das Frühstück im Grünen“ (1863) von Eduard Manet für sehr viel Polemik im Salon des Refusés, da das Bild eine nackte Frau im Grünen umgeben von zwei angezogenen Männern darstellt. Dann das Spektakuläre: Napoleon höchstpersönlich gab in Auftrag die vom Pariser Salon abgelehnten Kunstwerke auszustellen.
Schritt für Schritt gewöhnte sich die Gesellschaft an die neuen Pinselstriche, an die krassen Kontraste, den klaren Farbtönen, den dargestellten Alltagsszenen, fotografischen Bildausschnitten, Seerosen, Brücken, Frauen in der Natur, usw.. Die Kunst wurde somit immer subjektiver und frecher.
Es wird gesagt, dass der Impressionismus 1874 geboren wurde, da sich in diesem Jahr verschiedene Künstler versammelten und sich den Namen Anonyme Coopérative des Artistes Peintres, Sculpteurs, Graveurs (Anonyme Vereinigung von Künstlern, Bildhauern und Graveuren) gaben. Es handelte sich hierbei um eine wirklich authentische Undergroundbewegung. Dieses war das erste Treffen der Impressionisten, dessen Bewegung 1886 ein Ende nahm und den Platz frei räumte für eine neue Bewegung, dem Neoimpressionismus.
Der Impressionismus sticht vor allem durch die starke Betonung von Licht und einer anderen Atmosphäre hervor. Claude Monet kreierte eine ganze Reihe an Kunstwerken in denen er zu verschiedenen Tageszeiten die gleiche Landschaft malte. Ein gutes Beispiel hierfür wäre die Bilderreihe der Kathedrale von Rouen, die Sie zusammen mit einer beeindruckenden Kunstsammlung des Impressionismus im Orsay Museum bestaunen können. Das Museum Marmottan Manet ist ein weiteres sinnbildliches Museum der impressionistischen Kunst, in dem Sie Monets „Impression. Sonnenaufgang“ zu sehen bekommen.
Paris, die Hochburg der avantgardistischen Kunst des 20.Jahrhunderts, wartet schon gespannt auf Sie. Besuchen Sie die unglaublichen Museen der französischen Hauptstadt. Mieten Sie sich die kostengünstigen und komfortablen Appartments in Paris und begeben Sie sich auf eine atemberaubende Reise durch die Kunstgeschichte.






