Das 1×1 der Homo-Ehe
31. May 2010 von berlinblogger
Die Streitereien für und gegen gleichgeschlechtliche Ehe sind so alt wie die Ehe (und Homosexualität selbst). Die rechtlichen Gezänke und die Bürgerrechtsbewegungen kreieren oft eine komplzierte Wendung in beiden Hauptstreitpunkten: Falls du dich etwas uninformiert fühlst, hier ist ein Überblick über die Hauptstreitpunkte:

1) Das Wort Gottes
Dagegen: In der derzeitig akzeptierten englischen Version der Bibel gibt es Passagen, die ausschliessen, dass Homosexualität eine von Gott geduldete Ausdrucksweise körperlicher Intimität ist. Sie wird mit Bestialität in einen Topf geworfen, wenn man es richtig liest. Die Interpretation von heterozentrischen Monogamisten ist, dass Gott „nein“ zu Rechten und Ehen von Schwulen sagt.
Dafür: Viele Theologen widersprechen der Behauptung die Bibel sage etwas über Homosexualität oder gleichgeschlechtliche Ehe. Es gibt hunderte von Versionen der Bibel in mehr als 50 Sprachen. Jede dieser Versionen hat eine leicht geänderte Version des ursprünglichen Wort Gottes. Wenn man hier noch menschlichen Verstand hinzufügt und in Betracht zieht, dass Homosexualität in fast allen Spezien etwas ganz natürliches ist (ca. 10% aller Tiere zeigen homosexuelles Verhalten) und das Gott es vielleicht so wollte, sonst gäbe es das auch nicht, hat man eine heisse Diskussion am laufen.
2) Das Grossziehen von Kindern
Dagegen: Das Argument ist, dass eine nicht-heterosexuelle Familienstruktur einem Kind das Recht auf Vater und Mutter nimmt (unter der Annahme, dass das die beste Umgebung für Kinder ist). Die Befürchtung ist auch, dass ein schwules Paar Kinder zum schwul sein erzieht (unter der Annahme, dass schwul sein falsch ist). Im Grunde geht es bei diesem Streitpunkt darum die Schwulenehe in alles, was man über Familie lehrt miteinbeziehen muss und dass dies möglicherweise die Tür zu unkonventionellen Familienstrukturen öffnert, nicht verheiratete Paar und Polygamisten eingeschlossen.
Dafür: Befürworter der Schwulenehe sind davon überzeugt, dass es nicht Mann und Frau braucht, um glückliche Kinder grosszuziehen. Kinder werden in allerlei Arten von Familien grossgezogen und es ist das soziale Stigma, was am meisten wehtut und nicht die Frage ob Mama und Mama oder Papa und Papa zum Elternabend auftauchen. Weil viele homosexuelle Paare adoptieren müssen oder einen Ei- oder Spermaspender brauchen, liegt es auf der Hand, dass jedes Kind, was in eine solche Familie geboren wird 100% gewollt ist. Manche Fragen sich auch, warum unkonventionelle Ehestrukturen so falsch sein sollen. Die Antwort darauf ist meisten, dass Schule schwule Kinder grossziehen. Sorry, aber wenn ich mich richtig erinnere, waren es auch Mann und Frau, die ein lesbisches oder schwules Kind bekommen haben, oder?!
3) Die Rechte des Ehepartners
Dafür: Leider ist es in einer gleichgeschlechtlichen Ehe unglaublich schwer für den Partner die gleichen Ressourcen zur Verfügung zu haben wie heterosexuelle Paare. Wenn einer der Partner stirbt, kann man nicht automatisch annehmen, dass der Partner alles erbt. Auch kann man in diesem Fall nicht die Pension annehmen, Eigentum oder andere Ressourcen, die in den Scheidungsrechten von heterosexuellen Paaren bestimmt sind. Im Grunde heisst, dass egal wie lange man zusammen gelebt hat und seinen Partner geliebt hat, du bleibst auf der Strecke.
Dagegen: Dieses Argument ist recht schwach. Im Grunde besagt es nur „Homosexualität ist schlecht, warum sollte man dafür etwas nettes tun.“ Ja, das ist es im Grunde.
In Europa ist gleichgeschlechtliche Ehe in Holland, Belgien, Spanien, Norwegen und Schweden legal. Portugal folgt irgendwann dieses Jahr. Also warum nicht in Madrid heiraten? Diese schwulen-freundliche Stadt bietet jedermann etwas – egal ob du in einen Mann, eine Frau, einen Affen oder einen Besenstiel verliebt bist. Miete die besten Appartments in Madrid und viel Spaß!






