Erotische Comics und heisse Minnie Mäuse
23. Jun 2010 von berlinblogger
Zeichentrickerotik? Ist das nicht schon in sich ein Widerspruch? Nun, ja und nein.
Zeichentrickerotik oder einfach nur illustrierter Porno existierte schon vor Christus. Das altes bekannte Beispiel ist die Illustration des – immer noch sehr beliebt – japanischen Tentakel-Pornobildes. Mit dem etwas merkwürdigen Titel „Der Traum der Frau des Fischers“ ist dies eine sehr anschauliche Darstellung einer Frau, die ein ziemlich intimes Erlebnis mit einem Octopus hat.

Um fair zu sein diese Art von Erotik war nur handgezeichnet, wenn man bedenkt, dass es im 5. Jahrhundert keine Fototechnologie wie heute gab, aber der Appetit für Zeichentrickerotik ist nicht abgeschwächt. Auch hier stehen die Japaner mit hentai an erster Stelle. Hentai hat viele Untergruppen, aber zusammengefasst ist es im Grunde Mange trifft auf Porno und oft handelt es von viel gewaltätigem Sex – wieder Tentakel mitinbegriffen. Hetai ist ein eher negatives Wort in Japan und wird oft im Sinne von „pervers“ benutzt, aber das schadete der Beliebtheit nicht.
Zeichentrickerotik ist nicht nur pornographisch, es kann auch politisch und kulturell umstürzlerisch sein. Die Tijuana Bibel war eine regelmäßige, 8-seitige Veröffentlichung, die während der großen Depression sehr beliebt in den USA war. Obwohl sie für Pornozwecke verkauft wurden, waren sie ein gutes Sprachrohr, um sich über die Berühmtheiten und Staatsführer lustig zu machen, wobei die unbeliebtesten von ihnen immer in den respektlosesten Sexsituationen dargestellt wurden. Sie war natürlich illegal aber trotzdem wurden Hunderte und sogar Tausende von Exemplaren unterm Tisch verkauft, in Frisörläden und Supermärkten in den USA.
Ist Zeichentrickerotik weniger ernstzunehmen als fotographischer Porno? Das ist ein heikles Thema, vorallem wenn die Illustrationen für/von Kinder/n betroffen sind. Lolicon ist ein Genre in der Zeichtentrickerotik, die die Darstellung von Kindern sexuell macht (in der Art von Lolita). Viele Länder haben gegen den Gebrauch von Kindercharakteren in jeglicher Art von Erotik und Porno gestimmt und ein Pechvogel in den US wurde verhaftet und eingesperrt, als man bei ihm Cartoons fand, die Lisa, Bart und Marge Simpson erotisch zeigten. In Berlin, der Hauptstadt für Zeichentrickerotik wird einem eventuell nicht so genau auf die Finger geschaut. Miet Appartments in Berlin und erkunde die Welt der Zeichentrickerotik.






