Der Surrealismus führt Sie in die Traumwelt
8. Jan 2010 von berlinblogger
Weit hinter der Realität, des Bewusstseins und der Logik befindet sich das abstrakte Konzept des Traumes, das Unbewusstsein und die Vorstellungskraft. Um ein Gedicht zu schreiben, reicht es schon einfach ein paar Wörter auf lose Zettel zu schreiben, sie in einem Umschlag zu vermischen und sie dann auf den Tisch zu verteilen, et voilà! Das Ergebnis, was nicht unter menschlicher Kontrolle steht, könnte man als surrealistisch bezeichnen. Um ein Gemälde zu kreieren, reicht es schon Träume und phantasievolle Visionen wiederzugeben. Somit verwandelt sich das ungewöhnliche und auf den ersten Blick unverständliche Gemälde in ein surrealistisches Kunstwerk. Ab dem Jahre 1924 kam in Paris der Surrealismus, der sich dem damals gesundem Menschenverstand und dem kreativen Automatismus widersetzte, zum Vorschein.

Um ein Kunstwerk zu kreieren, auf dem das Bewusstsein keinen Einfluss nimmt, ist viel mehr Arbeit und Energie erforderlich als man annehmen könnte. Unser Gehirn ist ein wahrhaftiger Herrscher über unsere andauernden Gedanken. Sich dieser Kontrolle zu entziehen ist eine wirkliche Herausforderung. Auf dieser Weise verstanden Künstler wie André Breton, Salvador Dalí, Joan Miro, Magritte oder Arp die Kreation und suchten die menschliche Essenz im Unbewusstsein, in weiter Ferne zur Realität. Die Konsequenzen des ersten Weltkrieges beeinflussten im umfassenden Masse die Mentalitäten der Kunstbewegung: man flüchtete vor all den Gräueltaten und suchte Zuflucht in den Träumen. Die Traumwelt wird als die Quelle des menschlichen Verstandes bezeichnet.
Diese avantgardistischen Künstler verfolgen nicht das Ziel als Verrückte dazustehen. Alles begann mit dem Dichter André Bretón, der sich leidenschaftlich der psychiatrischen Theorien von Sigmund Freud widmete. Seine Methode der Psychoanalyse vertrat die Idee, dass jede Kunstart eine unbewusste Dimension darstellte. Auch Dalí entwickelte seine eigene Methode, die so genannte paranoische kritische Methode, die auf eine spontane Technik des irrationellen Bewusstseins basiert.
Der extravaganteste Künstler von allen ist zweifellos Salvador Dalí. Er selber bezeichnete sich als Genie! Sein Haus-Museum befindet sich in Port Lligat, einem kleinen Dorf in Katalonien in der Nähe der französischen Grenze. Dort können Sie viele außergewöhnlich Werke, ausgestopfte Schwäne oder auch einen riesigen leblosen Gott, kreiert aus Recyclebaren Materialien, bestaunen.
Dalí schlief niemals im selben Bett seiner Frau Gala, da er sehr starke persönliche und sexuelle Komplexe hatte. Seine homosexuelle Beziehung zum spanischen Dichter Frederico Garcia Lorca, sowie seine Gemälde mit perversen Themen sind bereits bekannt. Die Erotik und der Sex sind im übrigen stets allgegenwärtig in den surrealistischen Kunstwerken.
In der surrealistischen Fotografie, wobei vor allem Man Ray hervorsticht, werden die Objekte mit sehr viel Licht und auf Negativpapier dargestellt. Das Ergebnis war zu den Zeiten sehr neu und schwer zu identifizieren, jedoch im tiefsten Sinne sehr poetisch.
Wenn Sie das surrealistische Universum kennen lernen wollen, dann verbringen Sie ein paar Tage in der katalanischen Hauptstadt. Besuchen Sie das Dalí Museum in Figueras oder das Haus des Genies in Port Lligat. Mieten Sie sich die kostengünstigen und komfortablen Appartments in Barcelona und entdecken Sie all die phantasievollen Seiten dieser abwechslungsreichen und kreativen Stadt, die schon großartigen Künstlern wie Dalí, Miró oder Picasso inspirierte.






