“The Beauty of Kinbaku ”: Viel Spass damit Leute zu fesseln
21. May 2010 von berlinblogger
Im Scorpion’s Nest (enelnidodelescorpion@gmail.com
) gibt eine kleine aber sehr ausgewählte Bücherei von BDSM Büchern. Das Scorpion’s Nest ist eine kleine Gemeinschaft im Barcelonastadtteil Raval. Eines der schönsten Bücher ist „The Beauty of Kinbaku“ von Master K., welches eine sehr genau und wunderschön illustrierten Aufsatz enthält über die Geschichte der erotischen Kunst des japanischen Bondage, der als „shibari“ oder „kinbaku“ bekannt ist (wörtlich übersetzt bedeuten diese Worte „binden“ und „starker Knoten“).

Es ist vielleicht überraschend, dass die zwei mittelalterlichen Vorgänger des Kinbaku, die ästhetische und erotische Fesselkunst, die Seile verwendete, hojojutsu (eine Kampfkunst) und nawazeme (eine Foltermethode), waren. Hojojutsu wurde als eher obskure Kampfkunst irgendwann in der frühen japanischen Geschichte erfunden, wurde während der Edoperiode (1600-1868) aber viel von den Samurai und den Gesetzeshütern verwendet. Es war eine schnelle und sichere Art Kriminelle mit Hanfseil festzunehmen, viel effektiver und billiger als Eisenketten oder Handschellen. Es entwickelte sich zu einer Kunstform als es notwendig wurde angesehene Samurais oder Adlige zu verhaften, wenn sie eine Straftat begingen: Die Verarbeitung des Seils zeigte, welchem sozialen Rang der Beschuldigte gehörte (das feudale Japan war eine sehr streng getrennte Gesellchaft) und sogar was für eine Tat er beging.
Nawa-zeme dagegen ist eine Foltermethode, die benutzt wurde um Geständnisse aus Gefangenen zu bekommen. Im Grunde bestand sie daran den Gefangenen in extreme Köperhaltungen zu zwingen und diese mit Hilfe eines Seils so verweilen zu lassen, was mit der Zeit unglaublich schmerzhaft wurde. The krasseste Stellung war tsuri-zeme, bei der der Körper aufgehängt wurde. Wie in „The Beauty of Kinbaku“ erklärt wird, wurde eine erotische Kunst in den Händen von Meistern wie Itoh Seiyu geboren: Elemente von hojojutsu und zeme wurden benutzt, aber alle gewalttätigen und schmerzhaften Elemente wurden in sinnliche und erotische verwandelt. Zum Beispiel werden die Seile nicht mehr an Nerven oder schmerzhaften Stellen am Körper festgemacht, sondern werden nun dort plaziert, wo sie erogene Zonen stimulieren.
Obwohl es nicht die Hauptabsicht des Buches ist gibt es kurze Anleitungen zum fesseln und ein para wichtige Sicherheitstipps. Es enthält viele Bondagefotographien, die die Konzepte, die im Buch erklärt werden, illustrieren und einen Glossar, der wichtige japanische Bondagebegriffe erklärt.
Jetzt, wo ihr ein bisschen mehr über die erotische Fesselkunst aus Japan wisst, könnt ihr leicht anfangen zu lernen: es gibt viele Orte in Barcelona, wo man dies tun kann. Geh in den Rosas5 Club, das Fetish Café oder das Scorpion’s Nest, wo du an Treffen von Fesselfans teilnehmen kannst. Sie sind für jedermann offen, egal ob du Bondageerfahrung hast oder nicht, also zögert nicht: Mietet Appartments in Barcelona und haltet eure Seile bereit.






