Friedrich Christian Flick ist der Milliardärerbe eines riesigen industriellen Imperiums, was von seinem Großvater, Friedrich Flick, Profitmacher und Kriegskrimineller, erschaffen wurde. Er war einer der großen Waffenlieferanten des Naziregimes während des 2. Weltkriegs. Er beutete auch über 50 000 Juden als Zwangsarbeiter in seinen Fabriken aus.

Familie Flick hat sich mit Hilfe der Einnahmen des unehrenhaften Familienunternehmens eine enorme und einzigartige Kunstsammlung angeeignet. Voll von den größten Namen in der Welt zeitgenössischer Kunst wird diese wertvolle Sammlung im Hamburg Station Museum in Berlin bis 31. Dezember ausgestellt.
In Laufe von 7 Jahren, seit 2004 wurden mehr als 2000 Werke gezeigt, die einen gesamt Ausstellraum von 13 000 m² einnahmen. Diese Werke beinhalten Arbeiten von dem international bekannten amerikanischen Künstler Bruce Naumann, Donald Judo, Meister der Minimalistenkunst, Sol le Wit, Konzeptkünstler, Geord Baselitz und Gerhard Richter, nur um einige Namen zu nennen.
Jedoch wurde diese großartige Kollektion mit einem geschätzten Wert von 300 Millionen Euro nicht von jedem gut geheißen. Ganz im Gegenteil, diese Ausstellung hat viele Kontroversen und Empörung verursacht, inbesondere bei der jüdischen Gemeinde, da der „Megasammler“ sich weigerte den Überlebenden der Schandtaten seines Großvaters eine Entschädigung zu zahlen, obwohl er bei den Nürnberger Prozessen zu mehreren Jahren Haft verurteilt wurde.
In Einklang betonen Kritiker die blutigen Ursprünge der finanziellen Mittel, welche diese Sammlung überhaupt erst möglich gemacht haben und sagen, dass weder die deutsche Regierung noch die Kunstgemeinde ihre Augen vor solche Schandtaten schließen sollten noch ihr Achtung in der Kunstwelt schenken sollte.
Friedrich Flick Senior war der fünftreichste Mann der Welt, als er verstarb und hat nie Reue gezeigt. Und jetzt da die Sammlung wieder Thema ist, heizt sich die Debatte über die Erinnerung und die deutsche Verantwortung für seine Nazivergangenheit wieder aufs Neue auf. Wenn du dir deinen eigene Meinung über diese kontroverse Ausstellung machen willst, miete Appartments in Berlin und besuch das Hamburger Bahnhof Museum zu einem späteren Zeitpunkt dieses Jahr.






